Land Nordrhein-Westfalen fördert Neubau an NRW-Sportschule mit über 10 Millionen Euro

 

Regierungspräsident Schürmann überreicht Zuwendungsbescheid

04.04.2026

Gruppe von Personen in einem Raum mit Holzfußboden, ein Mann in der Mitte hält einen Bescheid in der Hand

Bei seinem Besuch am 4. März im Mülheimer Rathaus hat Regierungspräsident Thomas Schürmann den Zuwendungsbescheid des Landes für die Errichtung der Dreifachsporthalle mit Krafttrainingsraum an der NRW-Sportschule „Luisenschule“ überreicht. Oberbürgermeister Marc Buchholz, Sportdezernent David A. Lüngen sowie Immobiliendezernent Frank Mendack nahmen die Zuwendung in Höhe von 10.121.096 Euro mit großer Freude entgegen. Mit der offiziellen Übergabe des Zuwendungsbescheides wurde ein wichtiger Meilenstein für den Neubau der geplanten Sporthalle an der Südstraße erreicht. 


Foto v.l.n.r: Dr. Roland Chrobok (Vorsitzender Sportausschuss), Gabriele Hawig (Vorsitzende Bildungsausschuss), Dr. Heike Quednau (Schulleiterin Luisenschule), Britta Götz (Referatsleiterin bei Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen), Sportdezernent David A. Lüngen, Regierungspräsident Thomas Schürmann, Oberbürgermeister Marc Buchholz, Immobiliendezernent Frank Mendack, Gunther Deinl (Technischer Leiter ImmobilienService) und Martina Ellerwald (Amtsleiterin Mülheimer SportService).
Copyright: Helena Grebe, Stadt Mülheim an der Ruhr

Regierungspräsident Thomas Schürmann betonte bei der Übergabe:
„Mit dieser Förderung investieren wir gezielt in den Leistungssport in unserem Land. Die neue Sporthalle bietet der Luisenschule optimale Möglichkeiten, ihr Profil als NRW-Sportschule erfolgreich umzusetzen.“

Auch Oberbürgermeister Marc Buchholz hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Die Sporthalle ist eine zentrale Zukunftsinvestition für unsere Stadt. Sie schafft optimale Bedingungen für den Schul- und Vereinssport und wird ein Ort der Begegnung für alle Generationen.“

Staatssekretärin Andrea Milz konnte am Termin nicht persönlich teilnehmen und ließ ausrichten: „Mit der Bewilligung dieser Förderung investieren wir gezielt in eine moderne und leistungsfähige Sportinfrastruktur. Projekte wie die neue Dreifachsporthalle an der Luisenschule sind zentrale Bausteine für die nachhaltige Entwicklung unserer NRW-Sportschulen und stärken zugleich den Schul- und Vereinssport vor Ort. Solche Investitionen schaffen die infrastrukturellen Voraussetzungen, die es braucht, um die Rhein-Ruhr-Region auch für Olympische und Paralympische Spiele gut aufzustellen. Wir investieren damit nicht nur in Gebäude, sondern in die Zukunft des Sports und in die Chancen unserer jungen Generation.“

Luisenschule ist eine von 18 anerkannten Sportschulen in Nordrhein-Westfalen

 

Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Neubau beträgt rund 13,9 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen der „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Investitionsmaßnahmen an herausragenden Sportstätten (Sportstättenbauförderrichtlinien)“. Mit der Förderung unterstreicht das Land Nordrhein-Westfalen seine kontinuierliche Investitionsstrategie in leistungsfähige Sportinfrastruktur. Im Fokus steht die Unterstützung der Luisenschule, welche eine von 18 anerkannten NRW-Sportschulen in Nordrhein-Westfalen ist. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert NRW-Sportschulen auf mehreren Ebenen – sowohl strukturell (zum Beispiel Gebäude und Infrastruktur) als auch organisatorisch und personell. Ziel der NRW-Sportschulen ist es, Schule und leistungsorientiertes Training organisatorisch und pädagogisch optimal zu verbinden. Um den schulischen Mehrbedarf für die zu bildenden Sportklassen abdecken zu können, soll an der Südstraße neben der vorhandenen Sporthalle (Badmintonzentrum, Bundesleistungsstützpunkt) eine weitere dreifach teilbare Sporthalle mit Gymnastik- und Krafttrainingsraum entstehen. Der städtische Eigenanteil wird aus der seit Jahren angesparten Sportpauschale des Landes erbracht.

Zukunftsfähige Sportstätte für Schule und Vereine

 

Die neue Sporthalle mit Krafttrainingsraum wird als Dreifeldhalle nach DIN 18032 errichtet. Sie steht künftig sowohl dem Schul- als auch dem Vereins- und Breitensport (nach 18 Uhr) zur Verfügung und bietet neben dem Schulsport somit auch Raum für unterschiedliche Sportarten. Nach wie vor sind die Kapazitäten für Sportarten wie Handball, Hockey, Floorball und Futsal in Mülheim an der Ruhr begrenzt. Die neue Sporthalle wird daher nicht nur dazu beitragen, den schulischen Bedarf an gedeckten Sportstätten abdecken zu können. Auch der Vereinssport wird – dadurch, dass die neue Sporthalle in den Abendstunden und am Wochenende den Sportvereinen überlassen wird – einen spürbaren Aufschwung erfahren.

Beim Neubau der Sporthalle steht nicht nur die Funktionalität im Mittelpunkt, sondern vor allem auch ein zukunftsweisendes Energiekonzept. Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf hoher Energieeffizienz und aktivem Klimaschutz. Damit erfüllt das Gebäude anspruchsvolle Vorgaben beim Primärenergiebedarf und bei der Qualität der Gebäudehülle. 

Konkret setzt das Bauvorhaben auf eine Reihe nachhaltiger Maßnahmen: Hochgedämmte Außenbauteile reduzieren Wärmeverluste auf ein Minimum und tragen somit erheblich zur Energieeinsparung bei. Für eine moderne und sparsame Ausleuchtung sorgt eine LED-Sporthallenbeleuchtung, die sich automatisch an Tageslicht und Nutzung anpasst.

Auf dem Dach der Halle wird eine Photovoltaikanlage installiert, die umweltfreundlichen Strom direkt vor Ort erzeugt. Die Wärmeerzeugung erfolgt über den Anschluss an ein Nahwärmenetz, wodurch eine effiziente und klimafreundliche Versorgung gewährleistet ist. Darüber hinaus wird die Infrastruktur bereits für E-Mobilität vorbereitet.

Durch dieses ganzheitliche Energiekonzept wird der CO₂-Ausstoß deutlich reduziert. Gleichzeitig schafft man die Grundlage für einen langfristig ressourcenschonenden und wirtschaftlichen Betrieb der neuen Sporthalle.

Baubeginn für Anfang 2028 geplant

 

Mit dem Projekt setzt das Land Nordrhein-Westfalen seinen Kurs fort, moderne, energieeffiziente und leistungsfähige Sportstätten im ganzen Land zu stärken. Mit der Übergabe des Bewilligungsbescheides beginnt nun die konkrete Umsetzungsphase: Der geplante Baubeginn ist für Anfang 2028 vorgesehen, die voraussichtliche Fertigstellung ist zum Schuljahr 2029/2030 geplant.

Nach Abschluss der Bauarbeiten steht der Region eine moderne, energieeffiziente und multifunktionale Sportstätte zur Verfügung.