Sportstiftung NRW - Wolf und Hartung übernehmen

Dr. Ingo Wolf übernimmt Vorstandsvorsitz, Max Hartung wird Geschäftsführer
Köln/Düsseldorf. Dr. Ingo Wolf ist neuer Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW. Die Mitglieder des Kuratoriums haben den 66-Jährigen aus Euskirchen zum Nachfolger von Ute Schäfer gewählt. Die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz, begrüßte außerdem Steffi Nerius als neues Mitglied im achtköpfigen Vorstand. Die Olympia-Zweite im Speerwurf Nerius und der frühere nordrhein-westfälische Innen- und Sportminister Dr. Wolf wurden für fünf Jahre in ihr Amt gewählt. Die 24. Kuratoriumssitzung der Sportstiftung fand pandemiebedingt erstmals weitgehend digital statt.
Staatssekretärin Andrea Milz sagte: „Die Sportstiftung NRW hilft jungen Leistungssportlerinnen und -sportlern dabei, den enormen Trainingsaufwand mit ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung in Einklang zu bringen. Sie hat sich im Laufe der letzten 20 Jahre zu einer echten Instanz in der Förderung des olympischen und paralympischen Leistungssports entwickelt. An diese deutschlandweit einmalige Erfolgsgeschichte wird auch der neue Vorstandvorsitzende anknüpfen.“ Und weiter: „Mit Dr. Ingo Wolf haben wir einen sportpolitisch- und leistungssporterfahrenen Fachmann für das Amt des Vorstandsvorsitzenden gewonnen“.

„Ich freue mich auf die wichtigen Aufgaben, die mit diesem Ehrenamt verbunden sind“, sagt der neue Vorsitzende. „Die Individualförderung der Sportstiftung NRW ist eine Institution für hunderte Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler. Sie ist Wegbereiter, damit ihre höchsten sportlichen Ziele Realität werden und ihre berufliche Zukunft auf einem festen Fundament steht.“
Dr. Ingo Wolf ist Rechtsanwalt und spielte 12 Jahre in der Feldhockey-Bundesliga für Rot-Weiß Köln. Er begleitet die Sportstiftung seit 15 Jahren in verschiedenen Funktionen, seit zwei Jahren arbeitet er als stellvertretender Vorsitzender im Vorstandskreis mit. Als Sport- und Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen im Kabinett von Ministerpräsident Rüttgers (2006 bis 2010) unterstützte er die Gründung des Deutschen Forschungszentrums für Leistungssport „momentum“ in Köln. Mit dem Aufbau von NRW-Sportschulen und Sportinternaten setzte die Landesregierung während seiner Amtszeit wegweisende Impulse für die Nachwuchseliteförderung und die heutige Fördertätigkeit der Sportstiftung. Von 2012 bis 2016 sowie von 2017 bis 2019 war Dr. Wolf Mitglied im Kuratorium der Stiftung.

Nach fünf Jahren im Amt war die frühere NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Ute Schäfer, nicht mehr zur Wahl angetreten. In Schäfers Amtszeit fielen die Neuausrichtung der Individualförderung, die Verankerung der paralympischen Leistungssportförderung bei der Sportstiftung sowie der Start der Qualitätsoffensive in den Sportinternaten.
Die neu in den Vorstand gewählte Steffi Nerius leitet das Sportinternat in Leverkusen und arbeitet als Trainerin in der Para Leichtathletik beim TSV Bayer 04 Leverkusen. Die Speerwurf-Weltmeisterin von 2009 betreut unter anderem den mehrfachen Paralympicssieger Markus Rehm. Auf fünf weitere Jahre in den Vorstand wählte das Kuratorium Gisela Hinnemann (Vizepräsidentin Leistungssport des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen) und Anke Feller (Weltmeisterin 4x400m Staffel, Journalistin) als stellvertretende Vorsitzende sowie Marion Rodewald (Olympiasiegerin Hockey), Bernhard Schwank (Leiter Abteilung Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen), Volker Staufert (ehem. Vorstand RheinEnergie) und Alfred Vianden (Ehrenpräsident Fußball-Verband Mittelrhein).
Geschäftsführung wechselt im Sommer
Auf Vorschlag von Ministerpräsident Armin Laschet und Staatssekretärin Andrea Milz hat das Kuratorium Max Hartung zum neuen Geschäftsführer der Sportstiftung gewählt. Der Säbelfechter aus Dormagen ist vierfacher Europameister, Mannschaftsweltmeister 2014, mehrfacher Olympiateilnehmer, Vorsitzender der Athletenkommission im DOSB und Präsident von Athleten Deutschland e.V.. Staatssekretärin Andrea Milz verbindet einige Erwartungen mit der Berufung von Herrn Hartung zum Geschäftsführer. „Max Hartung hat selbst von der Arbeit der Sportstiftung profitiert. Da er die Herausforderungen des Spitzensports und die Sorgen und Nöte der Athletinnen und Athleten aus eigener Anschauung bestens kennt, kann er wertvolle Impulse für die Arbeit der Sportstiftung in den nächsten Jahren setzen.“

Nach über zwanzig Jahren als Geschäftsführer der Sportstiftung NRW tritt Jürgen Brüggemann mit Ablauf des 31. Juli 2021 in die Freistellungsphase der Altersteilzeit ein. Er hat die Entwicklung der Sportstiftung NRW von Anfang an begleitet und ihr Profil mitgeprägt. Insbesondere setzte er sich für die Vereinbarkeit des Leistungssports mit der beruflichen Karriere ein, die sogenannte Zwillingskarriere für nordrhein-westfälischen Athletinnen und -Athleten. Zu diesem Zweck entstand unter seiner Regie auch das große Unternehmensnetzwerk „Community Wirtschaft & Leistungssport“. „Jürgen Brüggemann hat sich mit außergewöhnlich hohem Einsatz für die Weiterentwicklung und Förderung des Nachwuchsleistungssports in Nordrhein-Westfalen eingesetzt“, würdigte Staatssekretärin Andrea Milz das Engagement.
Neue Gesichter im Kuratorium
Die Landesregierung hat sechs neue Mitglieder in das 33-köpfige Kuratorium berufen. Künftig entscheiden Dorothea Brandt (Olympiateilnehmerin 2004 und 2016 im Schwimmen), Sophie von Saldern (106-malige Basketballnationalspielerin), Christian Vogée (Vorstand ARAG AG), Bernhard Hoppe-Biermeyer MdL (Vors. Sportausschuss im Landtag), Markus Herbert Weske MdL (sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion) und Andreas Keith MdL (sportpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion) über die Förderschwerpunkte der Sportstiftung mit.

Eine Übersicht aller Mitglieder des Vorstands und des Kuratoriums auf: www.sportstiftung-nrw.de
Staatssekretärin Milz sitzt im weiten Abständen mit einer Dame und einem Herrn an einem langen Tisch.