Land und Sportstiftung Nordrhein-Westfalen prämieren olympische und paralympische Wintersportlerinnen und -sportler mit 225.000 Euro

Gruppe mit olympischen und paralympischen Sportlerinnen und Sportlern, in der Mitte Ministerpräsident Hendrik Wüst

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die Leistungen der 22 nordrhein-westfälischen Athletinnen und Athleten bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina gewürdigt. Gemeinsam mit der Sportstiftung NRW zeichnete das Land Nordrhein-Westfalen die Sportlerinnen und Sportler bei einer Feierstunde in der Staatskanzlei in Düsseldorf mit der neuen Medaillenprämie sowie mit einer erhöhten Teilnahmeprämie aus. 

Foto: LSB NRW / Andrea Bowinkelmann

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen baut sein Engagement im Spitzensport konsequent weiter aus – und zwar für Olympische wie Paralympische Spiele gleichermaßen. Die Athletinnen und Athleten, die für unser Land antreten, können sich auf höchste Anerkennung und verlässliche Förderungen verlassen. Deshalb haben wir ab den Olympischen Winterspielen 2026 die Teilnahmeprämie auf 5.000 Euro pro Sportlerin und Sportler erhöht. Die Sportstiftung NRW als unser starker Partner hat diese Maßnahme eng abgestimmt. Damit fördern wir gemeinsam die Entwicklung junger Spitzentalente noch besser und zielgerichteter. Die Olympischen Winterspiele in Mailand waren die erfolgreichsten in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Das ist ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Athletinnen und Athleten sowie unserer Förderstrukturen. Mit unserer neuen Medaillenprämie verdoppelt Nordrhein-Westfalen die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Damit setzen wir ein starkes Zeichen der Wertschätzung für herausragende sportliche Leistungen. Das Sportland Nummer 1 ist bereit für Olympische und Paralympische Spiele hier bei uns im Land.“

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Schon die Teilnahme an Olympischen und Paralympischen Spielen ist ein Gewinn – sportlich für die Athletinnen und Athleten, aber auch für uns als Gesellschaft. Als Sportstiftung NRW unterstützen wir kontinuierlich über 700 ambitionierte Nachwuchstalente, die täglich genau dieses Ziel vor Augen haben. Die Teilnahmeprämie kann dabei den Höhepunkt einer nachhaltigen Förderbeziehung bilden.“ 

Die Olympiasiegerinnen im Zweierbob, Pilotin Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi: „Die Prämien stärken die Wertschätzung für jede einzelne Athletin und jeden Athleten. Sie sind ein sehr wichtiges Signal: Sportliche Höchstleistungen und der Einsatz, den wir täglich investieren, werden nicht als Selbstverständlichkeit wahrgenommen. Gerade in der Sportart Bob, die mit hohem Trainingsaufwand und hohen Reise-, Transport- und Materialkosten verbunden ist, haben Prämien einen besonderen Stellenwert.“

Sebastian Marburger, zweifacher Silbermedaillengewinner im Para Ski Nordisch: "Die neue Medaillenprämie des Landes NRW ist ein starkes Signal der Wertschätzung für uns Athletinnen und Athleten. Sie zeigt, dass unsere harten Leistungen im Spitzensport gesehen und ernst genommen werden. Die finanzielle Absicherung ist für uns oft eine Herausforderung, deshalb haben solche Prämien einen enormen Stellenwert – sie ermöglichen uns, den Fokus weiterhin voll auf den Sport zu setzen und geben uns großen Rückhalt. Für mich ist diese Anerkennung durch das Land NRW eine große Motivation und erfüllt mich mit Stolz, meine Heimatregion international vertreten zu dürfen. Das ist mehr wert als olympisches oder paralympisches Edelmetall."

NRW-Bilanz: 7 Sportarten, 10 Medaillen

Ausgezeichnet wurden 13 olympische und 9 paralympische Athletinnen und Athleten – darunter ein Guide –, die entweder eine Vereinszugehörigkeit in Nordrhein-Westfalen haben, hier ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt haben oder einem der drei Olympiastützpunkte im Land angehören. Sie gewannen in Mailand und Cortina eine Gold-, fünf Silber- und zwei olympische Bronzemedaillen sowie zwei paralympische Silbermedaillen. Deutschland erreichte insgesamt 26 olympische und 17 paralympische Medaillen. NRW-Akteure waren in den Sportarten Bob, Skeleton, Skilanglauf, Eishockey und Para Eishockey, Para Ski Nordisch und Para Ski Alpin vertreten.

Erstmals Medaillenprämien vom Land

Das Land Nordrhein-Westfalen vergab zum ersten Mal eine eigene Medaillenprämie. Insgesamt werden 150.000 Euro ausgeschüttet. Der Großteil entfällt auf die olympischen Podestplatzierten von Laura Nolte, Deborah Levi, Matthias Sommer (alle Bob), Jacqueline Pfeifer und Axel Jungk (beide Skeleton). Für seinen zweiten Platz im Para Ski Nordisch erhielt Sebastian Marburger eine Prämie von 20.000 Euro. 

Das Land verdoppelte die Prämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe, die 30.000 Euro für Gold, 20.000 Euro für Silber und 10.000 Euro für Bronze vorsieht. Olympiasiegerin Laura Nolte erhält so zum Beispiel 60.000 Euro. 

Höhere Teilnahmeprämie von der Sportstiftung NRW

Die Sportstiftung NRW stellt Teilnahmeprämien über 75.000 Euro bereit. Zu Beginn der Winterspiele 2026 wurde der Betrag von 3.500 auf 5.000 Euro pro Athletin und Athlet erhöht. Medaillengewinnerinnen und -gewinner erhalten keine zusätzliche Teilnahmeprämie. Alle Prämien werden einmalig ausgezahlt.

Über die Winterspiele 2026

Die Region Mailand und Cortina war Gastgeber der 25. Olympischen und der 14. Paralympischen Winterspiele. Etwa 3.500 olympische sowie 660 paralympische Sportlerinnen und -sportler waren angetreten. Für Deutschland starteten rund 190 Olympioniken und 40 Paralympioniken.