Die Faszination zum Tanzen entwickelte Sportland.NRW-Toptalent Livienne Timm früh: Schon mit vier Jahren wollte sie unbedingt tanzen - so lange, bis ihre Mutter sie beim Kindertanzen anmeldete. Schnell fiel sie bei einer Vorführung positiv auf und durfte mit älteren Kindern trainieren, bereits mit sieben Jahren wechselte sie in den Leistungsbereich. Heute gilt die Elfjährige aus Schermbeck als eines der größten Tanztalente Deutschlands und startet für den ASV Wuppertal.
Liviennes Repertoire ist vielfältig: Contemporary, Lyrical, Show, Jazz, Commercial, Improvisation und Ballett - in Formation, Small Group, Duo und Solo. Am liebsten tanzt sie jedoch Jazz mit seinen schnellen Sprüngen, Drehungen und isolierten Bewegungen. Zu jeder Choreografie gehört für Livienne ein eigenes Kostüm. Viele davon näht ihre Mutter selbst, andere entstehen in enger Abstimmung mit ihrer Trainerin Kyra Anna Brebeck und den Choreografen. Je nach Stil verändert sich auch der Look: Im Jazz figurbetont zur besseren Technikdarstellung, im Lyrical fließend und weich oder im Contemporary freier und abstrakter. Auf der Bühne fügt sich so alles zu einem stimmigen Gesamtauftritt zusammen - mit großem Erfolg: Im Jahr 2025 wurde sie dreifache Europa- und dreifache Weltmeisterin, dazu zweifache Vize-Europameisterin. Livienne wurde mehrfache Deutsche Meisterin und Improvisations-Europameisterin sowie „Dancer of the Year“-Nominierte bei den World Finals in Chicago.
Die Verbindung von Schule und Leistungssport stellt Livienne vor eine tägliche Herausforderung: Am Morgen die Schule, nachmittags Ballett in Düsseldorf, abends Techniktraining in Wuppertal - gelernt wird häufig im Auto zwischen Training und Wettkämpfen. Für das Sportland.NRW-Toptalent ist aber klar: Die Noten dürfen nicht leiden, denn nur mit guten Leistungen wird sie für Turniere freigestellt.
Neben ihren sportlichen Erfolgen wurde Livienne im vergangenen Jahr vom Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen als Kampagnengesicht zum Weltkindertag („Mein Tanz, mein Recht“) ausgewählt. Trotz aller Erfolge bleibt sie fokussiert: Sie möchte ihr Abitur machen und später im Tanzbereich arbeiten - in welcher Richtung genau, will sie noch herausfinden. Sicher ist nur: Für Livienne ist es das Schönste, auf der Tanzbühne zu stehen und die Musik zu fühlen.
Foto: LSB.NRW / Andrea Bowinkelmann)
Zum ausführlichen Interview
Zum Video